Die evangelischen Gottesdienste in Nagold
Wir bieten Gottesdienste zu verschiedenen Zeiten und für verschiedene Bedürfnisse an. Bitte wählen Sie aus den Angeboten auf der linken Seite die für Sie passende Rubrik aus! Aktuelle Gottesdienstzeiten der Gesamt- und Teilkirchengemeinden erhalten Sie auch links oben unter
"Aktuelle Veranstaltungen".
Gottesdienst für Sie!! Denn:
Gottesdienste sind immer neu im Kommen.
Sie sind unverrückbar die wichtigsten Veranstaltungen der Gemeinden. Sie sind Pulsschlag unseres geistlichen Lebens vor Ort. Und sie sind die Visitenkarte dessen, was Leute von unseren Gemeinden wahrnehmen.
Zeige mir Deine Gottesdienste, und ich sage Dir, was für eine Gemeinde Du bist.
Jede neue Bewegung in der Geschichte der Christenheit war und ist eine Gottesdienstbewegung.
Nachdem sich die ersten Christen unter der Umkehrpredigt des Petrus zum Glauben an Jesus Christus hin wandten, fingen sie an Gottesdienste zu feiern.
Dort, in den Gottesdiensten, zeigt sich geistliches Leben.
Und durch unsere Gottesdienste kommen entscheidende neue geistliche Impulse.
Das ist keine ganz neue Entwicklung. Als Martin Luther von der Wartburg aus hört, wie es in Wittenberg steht, und dass das Chaos rund um die Bilderstürmer auszubrechen droht, da geht er und riskiert und macht was?
Er hält einen Gottesdienst nach dem anderen. Jeden Abend. Persönlidhes Auftanken im Glauben, Gemeinschaft mit anderen, sinnvollste Alltagsunterbrechung, geistliche Erneuerung, Korrektur, Aufbruch - all das geschieht durch Gottesdienste.
Und letztlich sind es zwei gute Gründe, warum wir den Gottesdienst brauchen:
1. Gott gönnt uns Gottesdienst
Gottesdienst, das ist zuallererst etwas, was Gott mir gönnt. Durch den Gottesdienst dient mir Gott.
Die erste Motivation ist nicht, dass ich damit Gott eine Freude mache, sondern dass durch den Gottesdienst Gott mir eine Freude macht. Gott dient. Gottesdienst ist Gottes große diakonische Veranstaltung.
Und manchmal merken wir es doch auch ganz handgreiflich – wie gut uns der Gottesdienst getan hat.
Und dann darf man das auch so sagen:
Ein Pastor verabschiedet sich nach dem Gottesdienst an der Kirchentür von den Besuchern. Da sagt ein Mädchen zum ihm: "Herr Pastor, Sie haben eine tolle Predigt gehalten!" Da beugte sich der Geistliche zu dem Mädchen hinunter und meinte: "Das war der Heilige Geist." Daraufhin sagte das Mädchen: "So gut war die Predigt nun auch wieder nicht."
Und vielleicht ist sogar die Predigt mal wirklich so gut gewesen, dass sogar das dabei herauszubringen war.
2. Ich gönne mir den Gottesdienst
Wie gut und wichtig Gottesdienst ist, merken wir natürlich nur, wenn wir dort sind.
Es gibt immer tausend Möglichkeiten, sich mit anderem zu beschäftigen – aber das verstellt mir den Blick für die Möglichkeit, dass jeden Moment ich auf den Gottesdienst und dadurch neu auf Gott aufmerksam werden kann. Manchmal warten wir auf das ganz Neue – und merken nicht, dass der Entschluss und die Möglichkeit, sich ganz neu Gott zuzuwenden, so nahe liegen.
Und durch was lassen sich Leute alles vom Gottesdienst abhalten! Womit sind sie nicht alles, auch mit aller Energie und Wut und mit Recht, vom Gottesdienst abgehalten. Und doch stirbt die Sehnsucht nicht nach einem Ort, an dem ich mir Begegnung mit Gott gönne und immer neu, manchmal auch ganz überraschend, erlebe.
Wenn das mal ein wenig von einer anderen Seite beleuchtet wird, dann wird es noch deutlicher, wie sehr Gottesdienst ein Entschluss ist. Und zwar genau das.
Nehmen wir einmal an, der eine oder andere müsste ein paar Gründe angeben, warum er in letzter Zeit nie bei der Sportveranstaltung des örtlichen Sportvereins auftauchte. Und er begründet es so:
-Jedes Mal geht es auch um Geld, das mir abgenommen werden soll.
-Noch nie hat der Trainer mich im Gegenzug besucht – nicht einmal an meinem runden Geburtstag.
-Die Sitzplätze sind mir zu hart – und oft ist es mir zu kalt.
-Die Leute, die mit mir auf der Tribüne stehen, können meist auch nicht besser Sport machen als ich – und sind mir manches Mal auch unsympathisch.
-Der Schiedsrichter traf mal eine Entscheidung, die mich zutiefst verletzt hat – seither ist bei mir dieses Thema durch.
-Das Spiel dauert manchmal länger als vorgesehen, ohne dass es vorher angekündigt war.
-Die Musik, die dort gemacht wird, und die Lieder, welche die Leute schreien, kenne ich zum Teil nicht, wiederholen sich so oft und sind mir nur schwer verständlich.
-Die Spiele werden immer angesetzt, ohne mich zu fragen, ob ich da auch Zeit habe – und oft habe ich eben auch keine Zeit
-Und überhaupt, in meiner Kindheit haben mich meine Eltern viel zu oft – teils ohne mich zu fragen – zum Sport mitgenommen.
... Das hat man doch alles schon mal gehört – so oder ähnlich.
Und deshalb ersetzt jeder gute und jeder schlechte Grund eine Erkenntnis nicht: Gottesdienst ist eine gute Gewohnheit. Ein Wille, der sich auch noch einmal jenseits aller Bedingungen und konkreten Begleiterscheinungen eines Sonntags abspielt. Wo ein Wille ist, ist hier ein Weg.
Also: wir freuen uns auf Sie in unseren Gottesdiensten. Gottesdienst - man gönnt sich ja sonst auch so manches ...