EINE Kirchengemeinde ab 2016

Seit 01.01.2016 sind wir EINE Kirchengemeinde - unser Ziel damit ist, unsere Strukturen fit für die Zukunft zu machen. 
Zukunft braucht Veränderung und Hoffnung und somit auch angepasste Strukturen:

    Angepasste Strukturen, die eines der wichtigsten Güter der Kirche deutlich zeigen: wir wollen miteinander unterwegs sein

    Angepasste Strukturen, die in einer gemeinsamen Einheit stärker nach Gaben differenzieren und nicht nach Orten

 •    Angepasste Strukturen, die Freiräume für neue Aufgaben schaffen

    Angepasste Strukturen, die Rückgänge bei Gemeindegliederzahlen etc. wahrnehmen und reagieren

    Angepasste Strukturen, die Entscheidungswege vereinfachen und Verwaltung entlasten (Personal, Immobilien)

Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Gemeindebrief.

Gerne stehen wir Ihnen jederzeit für Rückfragen zur Verfügung.

 

Aktuellste Informationen:

26.03.2016

GemEINSamer Start im Kirchengemeinderat

 

In seinen beiden Sitzungen am 26.01. und 07.03. hat der eine Kirchengemeinderat seine Arbeit aufgenommen – und wichtige Weichen gestellt.

Seit 1994 bzw. 2000 waren sie entsprechend aufgestellt: unsere Geschäftsordnungen und Gottesdienstordnungen – und seit Jahren haben wir sie im Alltäglichen längst weiterentwickelt gehabt. Jetzt hat der KGR diese Regelungen neu gefasst, modernisiert und angepasst – und wie im „Nebenbei“ noch weitere wegweisende Themen auf den Weg gebracht:

 

1. Die Gottesdienste

Wir werden im Grundsatz jeden Sonntag vier Gottesdienste in Nagold feiern – je zwei Doppeldienste. Es beginnt jeweils 8.30 Uhr im Krankenhaus. 9.30 Uhr findet der Gottesdienst in der Johanneskirche statt. Und Remigiuskirche und Jakobuskirche wechseln wöchentlich zwischen 9.30 und 10.45 Uhr. Am 1./3./5. Sonntag im Monat 9.30 Uhr Remigiuskirche – am 2. Und 4. Sonntag im Monat 9.30 Uhr Jakobuskirche Iselshausen. Dazu kommen je einmal im Monat um 10.45 Uhr Gottesdienst im Steinbergtreff (3. Sonntag im Monat) und in St. Michael/Kernen (4. Sonntag im Monat – in Abstimmung mit der kath. Kirche so möglich) hinzu. Im Mittelteil unseres Gemeindebriefs stehen Ihnen wieder alle Gottesdienste auf einem Doppelblatt vor Augen. Am 10.04. beginnt die neue Gottesdienstregelung.

 

2. Die pfarramtlichen Aufgaben

Pfarrer Graser (Krankenhausseelsorge) und Dekan Albrecht (Leitung des Kirchenbezirks) übernehmen umfassende Sonderaufgaben und haben somit kleinere  haben, bekommen sie kleinere Seelsorgebezirke – bei Pfarrer Graser Iselshausen und unterer Steinberg. Dekan Albrecht übernimmt wie seither die Altstadt bis hin zum Viadukt.

Umfangreicher werden die Seelsorgebezirke von Pfarrer Börries und Pfarrer Hauber. Hier kommen der untere Lemberg und Teile des Iselshäuser Tals (Pfr. Börries) sowie mittlerer und oberer Steinberg (Pfr. Hauber) hinzu. Ein Schaubild sehen Sie auf der Nebenseite – und wenn Sie Fragen zu einzelnen Straßen haben: im Gemeindebüro liegt auch eine ganz detaillierte Straßenliste auf. Rufen Sie an – 07452/841020.

Und jeder Pfarrer ist schwerpunktmäßig tätig, Pfarrer Hauber in Erwachsenenbildung und Diakonie; Pfarrer Graser in der Seelsorge und Seniorenarbeit; Pfarrer Börries in der Jugendarbeit und ACK; Dekan Albrecht in der Geschäftsführung.

 

 

01.01.2016:
EINE Kirchengemeinde Nagold – es wird konkret


Die Grundentscheidungen fielen im Juli: Nagold und Iselshausen gemeinsam werden eine Evang. Kirchengemeinde.
Die Genehmigungen für diesen Schritt durch den Evang. Oberkirchenrat liegen bereits vor – zum 01.01.2016 sind wir gestartet.
Und nun geht es darum, diese Grundentscheidung praktisch auszugestalten.

 

Dazu haben sich die Gremien weiter intensiv ihre Gedanken gemacht und Modelle entwickelt, die nun nach und nach, beginnend mit der Osterzeit 2016, umgesetzt werden.

 

Dies geschieht in dreierlei Hinsicht:

1. Die pfarramtlichen Aufgaben

Zum einen betrifft die Umstrukturierung die Pfarrer im Blick auf ihre Pfarrbezirke. Da Pfarrer Graser (Krankenhausseelsorge) und Dekan Albrecht (Leitung des Kirchenbezirks) umfassende Sonderaufgaben haben, bekommen sie kleinere Seelsorgebezirke – bei Pfarrer Graser im Grunde so gut wie deckungsgleich mit dem Ort Iselshausen. Dekan Albrecht übernimmt wie seither die Altstadt bis hin zum Viadukt.

Umfangreicher werden die Seelsorgebezirke von Pfarrer Börries und Pfarrer Hauber. Hier kommen der untere Lemberg und Teile des Iselshäuser Tals (Pfr. Börries) sowie mittlerer und oberer Steinberg (Pfr. Hauber) hinzu.

Da wir nun eine Kirchengemeinde sind, bieten sich auf der anderen Seite viele Möglichkeiten, pfarramtliche Aufgaben sinnvoll zusammen zu fassen, so dass nicht mehr alle Aufgaben von allen Pfarrern je parallel gedoppelt werden müssen.

Entsprechende Schwerpunkte wurden festgelegt.

Pfarrer Hauber („Gemeindeprofil“): Konfirmandenarbeit; religionspädagogische Begleitung der Kindergärten; Vesperkirche …

Pfarrer Graser („Seelsorgeprofil“): Krankenhausseelsorge; Seelsorge im psychiatrischen Fachpflegeheim, Gemeindebrief; Begleitung Seniorenarbeit …

Pfarrer Börries („Jugendprofil“): Offene Jugendarbeit – Begleitung; Jugendgottesdienste; Leitung Runder Tisch Jugendarbeit; Konfirmandenunterricht; Besuchsdienst; ACK …

Dekan Albrecht (Geschäftsführung): Sitzungsplanung und –verantwortung (Verwaltungsausschuss und KGR); Personal; Diakoniestation Vorsitz; Krankenpflegeförderverein; Kinderkirche …

 

2. Die Gottesdienste

Wir werden im Grundsatz jeden Sonntag vier Gottesdienste in Nagold feiern – je zwei Doppeldienste. Es beginnt jeweils 8.30 Uhr im Krankenhaus. 9.30 Uhr findet der Gottesdienst in der Johanneskirche statt. Und Remigiuskirche und Jakobuskirche wechseln wöchentlich zwischen 9.30 und 10.45 Uhr. Dazu kommen je einmal im Monat um 10.45 Uhr Gottesdienst im Steinbergtreff und in St. Michael/Kernen hinzu.

 

3. Die Gemeindeausschüsse

Rund um die drei Kirchen werden sich Ausschüsse bilden, die vor allem zwei Aufgaben haben: (I) Planung und Durchführung von Veranstaltungen angesiedelt im dortigen kirchlichen Leben sowie (II) Bewirtschaftung von Mitteln, soweit der Haushalt der Kirchengemeinde dies vorsieht. In diesen Ausschüssen sind auch neben den KGRs, die zur jeweiligen Kirche gehören, andere Mitglieder für entsprechende Initiativen etc. herzlich willkommen – sie werden über den KGR eingebunden.

 

Vieles weitere an Änderungen im Einzelnen wird folgen. Und selbstverständlich wird es noch eine ganze Zeit dauern, bis diese Neuerungen greifen und sich einspielen – wir sind gespannt darauf und setzen darauf, dass sich viele verständnisvoll beteiligen und wir mehr und mehr zu einer Kirchengemeinde zusammenwachsen.

 

25.07.2015:
Die drei Nagolder Kirchengemeinden fusionieren

Evang. Kirche Nagold spricht sich sehr deutlich für Einheitskirchengemeinde aus ...

Es war ein weiter, differenzierter, viel diskutierter Weg. Nun sind die Entscheidungen gefallen. Aus drei wird eins. Die Nagolder Evang. Kirche stellt sich  für die Zukunft auf.

Der Dienstag, 21. Juli 2015 wird in die Geschichtsbücher der Evang. Kirche Nagold eingehen. Denn bei Kirchengemeinderatssitzungen und der anschließenden Sitzung des Gesamtkirchengemeinderats fielen die Beschlüsse zur Fusion der Kirchengemeinde.

Nach einer Gesamtkirchengemeindeversammlung im März und Teilgemeindeversammlungen im Mai hatten sich die Gremien nochmals intensiv auf den Weg gemacht und durch die Festlegung der unechten Teilortswahl sowie die mit aufgenommene Bildung von Gemeindeausschüssen rund um die drei Kirchen der fusionierten Gemeinde entscheidende Details der kommenden Struktur präzisiert und so geregelt, dass eine breite Zustimmung der Gremien ermöglicht wurde.

Die Sitzung am Dienstag brachte die Entscheidung. Zunächst trafen sich im Lemberggemeindehaus in drei unterschiedlichen Räumen die Kirchengemeinderatsgremien der Teilgemeinden. Dort wurden die letzten Einzelheiten diskutiert und dann der Beschluss in geheimer Abstimmung gefällt. Danach schloss sich unmittelbar die Sitzung des Gesamtkirchengemeinderats an, die die Bestätigung der KGR-Entscheidungen brachte. Mit 28 Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme wurde die Fusion mit überwältigender Mehrheit befürwortet.

In einem einzigen Kirchengemeinderat wird von nun an als Gremium gearbeitet – das Tagesgeschäft der Verwaltung und Finanzen wird in einen schlanken beschließenden Verwaltungsausschuss ausgelagert. Entscheidend für das praktische Gemeindeleben sind neben den inhaltlichen Beratungen im Kirchengemeinderat zu den Querschnitt- und Grundthemen die Arbeit in den Gemeindeausschüssen rund um Jakobuskirche, Remigiuskirche und Johanneskirche.

Ein Meilenstein ist gesetzt – und doch war es auch nur eine Wegmarke, ein Doppelpunkt. Denn, wie die Räte feststellten, geht es nun darum, diese beschlossene Struktur mit Leben zu füllen; verständnisvoll und einladend auch die immer wieder mitzunehmen, die diesen Schritt kritisieren und auf der anderen Seite vor allem den Rückenwind der mit so großer Mehrheit getroffenen Entscheidung zu nutzen und darauf vertrauensvoll aufzubauen.

 

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Die Powerpointpräsentationen aus den Teilkirchengemeindeversammlungen am 18.,20. und 21.5.2015 zu den Themen allgemeine Rahmenbedingungen und Prozess, rechtliche Grundlagen, Parochieveränderungen und Gottesdienstkonzeption (Stand 18.05.2015) finden Sie hier als Download.

 

Powerpointpräsentationen aus der Gemeindeversammlung am 05.03.2015 zu den Themen allgemeine Rahmenbedingungen und Prozess, Parochieveränderungen und Gottesdienstkonzeption (Stand 05.03.2015) finden Sie hier als Download.

 

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Presseartikel im Schwarzwälder Bote vom 18.07.2015

 

Sitzungen der Gremien zum Zusammenschluss der drei evangelischen Nagolder Kirchengemeinden

 

Nachdem nun nach den Teilgemeindeversammlungen die einzelnen Gremien über den Zusammenschluss der drei evangelischen Nagolder Kirchengemeinden nochmals beraten haben, wird nun am Dienstag, 21. Juli 2015 ab 19.30 Uhr im Lemberggemeindehaus bei der Remigiuskirche, Remigiusweg 3, darüber entschieden. Nach einer gemeinsamen Andacht um 19.30 Uhr im Chor der Remigiuskirche werden die einzelnen Teilkirchengemeinderäte im Lemberggemeindehaus über die Auflösung der Teilkirchengemeinde und Fusion abstimmen. Danach findet eine Sitzung des Gesamtkirchengemeinderats statt, indem über die Beschlüsse der Teilkirchengemeinderäte informiert wird mit einer anschließenden dementsprechenden Beschlussfassung. Es schließt sich eine Beratung über eine mögliche Ortssatzung für die Kirchengemeinde Nagold an. Die Sitzungen sind öffentlich und die Gemeinde ist hierzu herzlich eingeladen.

 

Presseartikel im Schwarzwälder Bote vom 13.05.2015

Teilgemeindeversammlungen zum Zusammenschluss der drei evangelischen Nagolder Kirchengemeinden

 

Nach der Gemeindeversammlung am 5. März haben sowohl der Strukturausschuss wie auch die Teilkirchengemeinderäte den Verlauf und die Wortmeldungen intensiv ausgewertet. In vielen informellen Gesprächen wurden Argumente gehört und ausgetauscht. Im Gremium des Engeren Rates und der Teilkirchengemeinderäte wurden die einzelnen Rückmeldungen detailliert bedacht. Nun werden für alle Gemeindemitglieder in der Woche vor Pfingsten nochmals Gemeindeversammlungen in den drei Gemeindehäusern abgehalten. Dabei besteht die Möglichkeit, sich erneut über die Strukturreform zu informieren und seine Meinung zu äußern. Eine solche Teilgemeindeversammlung ist für die Remigiusgemeinde am Montag, 18. Mai, für die Stadtkirchengemeinde am Mittwoch, 20: Mai, und für die Teilgemeinde Iselshausen am Donnerstag, 21. Mai jeweils um 19.30 Uhr. In der Remigiusgemeinde und in Iselshausen trifft man sich im Gemeindehaus und in der Stadtkirchengemeinde im Zellerstift, Lange Str. 17.

Ab 19 Uhr sind die Häuser geöffnet mit Zugang zu Informationsstellwänden, ab 19.30 Uhr beginnt der thematische Teil. Wer sich zuvor informieren möchte, findet dazu auf der Internetseite www.nagold-evangelisch.de viele Informationen. Man gehe einfach auf der Startseite zum obersten Menüpunkt der linken Spalte: „Gemeindekonzeption 2015“. Nach einem Klick öffnet sich die dazugehörige Informationsseite.

 

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Presseartikel im Schwarzwälder Bote vom 08.04.2015

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.nagold-raete-mahnen-mehr-oeffentlichkeitsarbeit-an.054351fd-d6dc-40db-b606-0a0682d04f9d.html

 

Räte mahnen mehr Öffentlichkeitsarbeit an

 

Rückblick auf die Gemeindeversammlung der evangelischen Nagolder Gesamtkirchengemeinde am 5. März auf dem Lemberg – und nächste Schritte: Das stand auf der Agenda des Gemeindekonzeptionsausschusses. Vereinbart wurde ein hohes Gremieneinvernehmen, noch mehr Öffentlichkeitsarbeit und kommende Teilgemeindeversammlungen.

Im Rückblick auf die Gemeindeversammlung lobten die Kirchengemeinderäte den hohen Informationsgehalt der Veranstaltung. Gut sei gewesen, dass alle vier Pfarrer sich geäußert hätten. Es seien je eigene Akzente und doch große Einigkeit in der Pfarrerschaft zu spüren gewesen. Die Räte mahnten noch mehr Öffentlichkeitsarbeit, noch mehr Foren der Information und weiterhin klare Vorentwürfe und Vorgaben an. Gerade die weitreichenden Ausarbeitungen, die ja noch nicht beschlossen seien, ermöglichten präzise Stellungnahmen und Rückfragen und konstruktive Kritik aus den Gemeinden.

Sehr positiv zu sehen sei, dass die Ehrenamtlichen dieses Konzept nicht nur mitvorgestellt, sondern es auch mit entworfen hätten und als Gremien gemeinsam dahinter stünden. Festgehalten wurde, auch weiterhin die Materialien aus den Inforunden ins Netz zu stellen.

Für die weiteren Schritte hin zur Fusion der Kirchengemeinde und zur konzeptionellen Einbindung der 50-prozentigen Krankenhauspfarrstelle im Jahr 2016 wurde angeregt, bis zu den Teil­gemeindeversammlungen weiter vielfältig Menschen mitzunehmen auf den Weg des Verstehens, mit Inforunden und Gesprächen, Materialbereitstellung und genauem Hinhören und Beantworten der besorgten Fragen.

Gemeindeversammlungen in den Teilgemeinden wurden auf Montag, 18. Mai (Remigiusgemeinde), Mittwoch, 20. Mai (Stadtkirchengemeinde) und Donnerstag, 21. Mai (Iselshausen) festgelegt.

Der Ablauf soll bei allen Versammlungen ähnlich gestaltet werden. In einer Vor-Eingangsphase ab 19 Uhr können sich die Gemeindeglieder an Materialwänden noch einmal einen Einblick verschaffen über den Sachstand sowie ihre besonderen Themenwünsche für den Abend markieren.

Um 19.30 Uhr beginnen dann die Versammlungen. Nach einer Begrüßung und einem Infoteil durch den Vorsitzenden des Gesamtkirchengemeinderats, Michael Ehrmann, werden Ortspfarrer und Orts-KGR-Vorsitzender Stellung nehmen. Nach einem Votum des Dekans, der auch noch einmal die von den Besuchenden besonders markierten Themen aufnehmen wird, geht der Abend über in eine offene Gesprächs- und Rückmelderunde.

Zum Abschluss dieses Plenums soll über die weiteren Entscheidungswege der Gremien informiert und die weitere Zeitschiene eingebracht werden.

Der Abend im Gemeindekonzeptions-Gremium endete mit einem Dank an das Moderatorenteam von auswärts, Anita Jäger-Kmet und Frank Morlock, sowie der Bitte an die beiden, auch den weiteren Prozess mit zu begleiten, um den Blick des Gremiums immer wieder zu weiten und um kritisch rückzumelden, wie die Wahrnehmung und Steuerung des Prozesses transparent und gut verlaufen kann. Das Moderatorenteam wiederum sprach dem Gremium hohe Anerkennung aus, weil es – über das übliche Maß in der Kirche hinaus – nun nach der erforderlichen einen Gemeindeversammlung mit Anhörung sogar noch drei weitere Anhörungs-Versammlungen einberufe. Damit sei man im Blick auf Gemeindebeteiligung sehr intensiv unterwegs im Landesvergleich.

 

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Presseartikel im Schwarzwälder Bote vom 09.03.2015 

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.nagold-auf-dem-weg-zur-einheitsgemeinde.a28d67b7-084e-4eca-b765-79d2adceb61f.html

 

Auf dem Weg zu mehr Miteinander

Intensive Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchen in Nagold

 

Bei der Gemeindeversammlung der Nagolder Gesamtkirchengemeinde am Donnerstag, 05. März 2015 auf dem Lemberg wurden Ideen und mögliche Strukturen für die zukünftige Gestalt der Evang. Kirche in Nagold vorgestellt. Die Evang. Kirche und ihre Gremien möchten die einzusparende halbe Pfarrstelle dazu nutzen, in Struktur, Pfarrämtern, Profil, Gremien und Gottesdiensten die Kirchengemeinde zukunftsorientiert aufzustellen.

 

Zu Beginn der Versammlung im Remigiusgemeindehaus, zu der mehr als 80 Personen erschienen, schilderte der Vorsitzende der Gesamtkirchengemeinde, Michael Ehrmann, die Notwendigkeit des Gesamtprozesses. Durch die im Kirchenbezirk und die Landessynode beschlossenen Umsetzungen des „PfarrPlans“ hat Nagold eine halbe Pfarrstelle einzusparen und so die 50%-Krankenhauspfarrstelle zum frühen Frühjahr 2016 zu integrieren. Diese Mehrarbeit im Bereich der Pfarrämter hat Auswirkungen auf alle Bereiche – und es gilt, sich hier strukturell neu aufzustellen, um dies alles zu bewältigen und zugleich entscheidende Chancen darin zu erkennen: mehr Miteinander, mehr klare Entscheidungswege, mehr neuer Freiraum für konkretes missionarisches und diakonisches Handeln, mehr Berücksichtigung  der Professionalisierung von Verwaltungsanforderungen.

Der kirchliche Verwaltungsstellenleiter aus Calw, Stefan Kirchner, stellte als mögliches Strukturmodell der Zukunft die Einheitsgemeinde vor. Bietet sie zwar die evtl. Tendenz, langjährige Beheimatung von Gemeindegliedern in ihren Teilgemeinden nicht mehr so stark berücksichtigen zu können, hat sie ansonsten alles für sich: schnelle Entscheidungswege, klare Erkennbarkeit von Kirche nach außen, mehr Miteinander, Möglichkeit der Profilentwicklung uvm. So entsteht dann ein Kirchengemeinderat mit verschiedenen Ausschüssen.

Auf dem Weg zur Einheitsgemeinde soll und wird nichtsdestotrotz jeder Pfarrer zuerst für einen Gemeindebereich zuständig sein – das seitherige Stadtkirchenpfarramt für Kernen, Galgenberg, mittlerer und oberer Steinberg sowie die Nordstadt. Der Remigiuspfarrer für Bächlen, Lemberg sowie Lielach und einen Teil des Iselshäuser Tals. Und der Pfarrer von Iselshausen schwerpunktmäßig für den dortigen Ortskern – wegen dieser kleineren Parochie ist dann die Versorgung der Krankenhausseelsorge mit 50%-Pfarramt ein zweites Standbein.

Im Blick auf die Gottesdienste der Zukunft soll eine Konzentration erfolgen, ohne dass die Grundversorgung an den drei Kirchen irgendwie in Frage stände. Sonntäglich Gottesdienst wird es in der Stadtkirche geben, an der Jakobuskirche (im wöchentlichen Wechsel von frühem und spätem Gottesdienstbeginn) sowie an der Remigiuskirche (im wöchentlichen Wechsel von früh und spät). Die Details sollen nun weiter ausgearbeitet werden. Auch ist beinahe sonntäglich der Krankenhausgottesdienst zu versorgen.

In reger Diskussion an Standwänden und im Plenum später kamen die unterschiedlichsten Rückmeldungen zum Zuge. Während manche von einem Prozess sprachen, der zu schnell gehe, zu wenig an der Öffentlichkeit ausgetragen werde und die Auflösung der Identitäten, besonders in Iselshausen, mit sich bringe, nahmen andere positiv Bezug auf die einheitskirchengemeindliche Orientierung, die im Bereich Gottesdienste, Jugendarbeit und vielem mehr neue gemeinsame Ziel- und Schwerpunktsetzungen ermögliche bei ansonsten weitgehender Beibehaltung der kirchlichen Heimat (Gottesdienst und Parochie).

Der Abend endete nach einem Ausblick auf die Diskussion der kommenden Monate und der Ankündigung von Teil-Gemeinde-Versammlungen, bevor dann endgültig in den KGR-Gremien entschieden werde, mit einem gemeinsamen Abendlied. Und mit dem Eindruck, dass eine Gemeinde, die einen solchen Abend gemeinsam vorbereitet und austrägt, auf einem sehr guten Weg des Austausches und des Miteinanders ist.