DIE ORGELN DER STADTKIRCHE NAGOLD

Haupt- und Chororgel von der hinteren Empore aus gesehen

In der Stadtkirche haben wir diese Orgeln:

  • Hauptorgel (1971/2012)
  • Chororgel (1969), die als 4. Manual von der Hauptorgel auch gespielt werden kann
  • Truhenorgel von Rohlf (IV, 1997)
  • Digitaler L-Line-Spieltisch (2020)
  • Orgelpositiv von Ott (IV, 1949)

Die Hauptorgel von Weigle 1971

Disposition der Weigle-Orgeln (1969/71 / 2012, IV 60) der Stadtkirche Nagold. 2011/2012 wurde die Orgel komplett renoviert, mit einer Setzeranlage versehen und um historische Register der Vorgängerorgel (Weigle 1876) und neue Register erweitert. Die Arbeiten wurden von OBM Michael Mauch (Technik) und OBM Tilman Trefz (klangliche Maßnahmen) durchgeführt. 

Es wurde eine umfangreiche Festschrift erstellt, die die Geschichte der Orgeln und Register ausführlich und mit vielen Bildern dokumentiert. Diese ist für 6 € beim Evang. Bezirkskantorat erhältlich.

Disposition seit 2012

RÜCKPOSITIV (I)HAUPTWERK (II)SCHWELLWERK (III)

Gedeckt 8'

Hohlflöte 4'

Prinzipal 2'

Sesquialtera 2f. 2 2/3'++ 1 3/5' *

Quintflöte 1 1/3' +

Scharff 4f. 2/3' +

Krummhorn  8'

Tremulant

Bourdon 16'

Praestant 8'

Rohrgedeckt 8' +

Gambe 8'

Großquinte 5 1/3' *

Oktave 4'

Holzflöte 4' +

Quinte 2 2/3' *

Superoktave 2' *

Hörnle 2f. 2’

Mixtur 6f. 2'

Fagott 16'

Trompete 8'

Quintatön 16'

Prinzipal 8'

Flöte d’amor 8'

Lieblich Gedeckt 8'

Viola 8'

Vox coelestis  8'

Oktave 4' 

Traversflöte 4'

Nasat 2 2/3'

Schweizerpfeife 2'

Terz 1 3/5'

Sifflöte 1' +

Mixtur 5f.  1 1/3'

Dulzian 16' +

Trompete 8' +*

Oboe 8'+

Schalmei 4' +


 

 

CHORORGEL (IV)PEDAL

Holzgedeckt 8'

Spitzflöte 8'

Prinzipal 4'

Gedecktflöte 4'

Schwiegel 2'

Quinte  1 1/3' (Vorabzug) *

Mixtur 3-4f. 1 1/3'

 

Untersatz 16'

Fagott 8'

Prinzipalbass 16'

Subbass 16'

Quintbass 10 2/3'

Oktavbass 8' *

Violon 8’

Gemsbass 8'

Tenor 4' *

Basszink 4f. 5 1/3' *

Choralbass 3f. 2' +

Bombarde 32' *

Posaune 16' +

Trompete 8'

Singend Kornett  2' +

Nachtigall

Zimbelstern (2017)

Manuale C – g3

Pedal C – f1

 

Disposition 2012: Volker Lutz in Zusammenarbeit mit Tilman Trefz und Peter Ammer 

kursiv    Pfeifen von 1874


fett        neu angefertigte Register 2012

1951–1961 umgebaute oder neu angeschaffte Register

2012 umgearbeitete oder umgestellte Register

 

Setzer mit 110.000 Kombinationen

4fach programmierbare Walze

Registerfessel, Tastenfesseln

Zungen ab, Zungen-Einzelabsteller 

Koppeln: II/I, III/I, IV/I, I/II, III/II, IV/II, IV/III, I/III, III4’/II, III16’/II, III16’/III,
I/P, II/P, III/P, IV/P, III4’/P


elektronisch beliebig programmierbare Oktav- und auch andere Intervallkoppeln 

 

Eine Festschrift mit exakter Dokumentation und Geschichte von Orgeln und Kirche ist beim Bezirkskantorat erhältlich. Prof. Nathan Laube spielte eine 2013 eine CD mit Werken von Bruhns, Widor, Mendelssohn und Reubke ein. Mit Gabriele Marinoni gibt es die CD des Einweihungskonzerts des Zimbelsterns (2017) und eine mit B-A-C-H-Bearbeitungen von Schumann, Liszt, Reger und Bach.

 

 

 

Disposition der Orgel (1969/71) vor der Renovierung

Hauptwerk (II)
Bourdon* 16'
Prinzipal 8'
Rohrgedeckt° 8'
Großsesquialter 2f 5 1|3 '
Oktave* 4'
Flachflöte° 4'
Blockflöte° 2'
Rauschwerk 4f 2 2/3'
Mixtur 6f 2'
Fagott 16'
Trompete° 8'
Tremulant

Rückpositiv (I)
Gedeckt 8'
Hohlflöte 4'
Prinzipal 2'
Quintflöte° 1 1/3'
Terz-None 2f 1 3/5' - 1 8/9'
Scharf 4f° 2/3'
Krummhorn 8'
Tremulant

 

Schwellwerk (III)
Quintatön 16'
Holzprinzipal 8'
Koppelflöte° 8'
Spitzgambe° 8'
Oktavpiffaro 2f* 4' + 2'
Nachthorn° 4'
Rohrquintade° 4'
Nasat* 2 2/3'
Schweizerpfeife 2
Terz-Sept 2f 1 3/5' (Sept abgesteckt)
Siffflöte° 1'
Mixtur 5f 1 1/3´
Terzzimbel 3f 1/3'
Dulzian° 16'
Hautbois° 8'
Schalmei° 4'
Tremulant

Pedal
Prinzipalbass 16'
Subbass 16'
Quintbass 10 2/3'
Oktavbass* 8'
Gemsbass 8'
Rohrflöte° 4'
Hintersatz 5f 5 1/3'
Choralbass 4f° 4'
Bombarde 32'
Posaune° 16'
Trompetenbass 8'
Singend Kornett 2'
Tremulant Kleinpedal

 

Chororgel (IV)
Holzgedeckt 8'
Spitzflöte 8'
Prinzipal 4'
Gedecktflöte 4'
Schwiegel 2'
Mixtur 3-4f 1 1/3'
Untersatz (Pedal) 16'
Fagott (Pedal) 8'

Aus den Vorgängerorgeln übernommene Register teils umgebaut (*1874, +1951/61)

Koppeln I/II, III/II, IV/II, III/I, I/P, II/P, III/P, IV/P

Spielhilfen: 4 freie Kombinationen, 2 freie Pedalkombinationen, Tutti, Walze, Zungen ab, 16' ab, Walze ab, Koppeln aus Walze, Zungen-Einzelabsteller, Handregister zu freier Kombination.
Tastenumfang: Manuale C - g''' Pedal C-f'

Chororgel von Weigle 1969

Chororgel (selbständig oder 4. Manual des Haupt- oder des L-Line-Spieltisches)
Holzgedeckt 8'
Spitzflöte 8'
Prinzipal 4'
Gedecktflöte 4'
Schwiegel 2'
Quinte 1 1/3' (Auszug aus Mixtur)
Mixtur 3-4f 1 1/3'

Untersatz (Pedal) 16'
Fagott (Pedal) 8

Man/P

Manual C-g''', Pedal C -f'

Seit der Restaurierung 2012 kann man von der Chororgel aus auch Hauptwerk und Pedal der Hauptorgel spielen.

Digitaler Spieltisch (Laukhuff, 2020)

Der digitale Spieltisch L-Line der Fa. Laukhuff (Weikersheim) wurde im Rahmen des Projekts "Singen – Orgel 4.0" angeschafft, um die Möglichkeiten derartiger Instrumente vorstellen zu können. Der fahrbare Spieltisch spiegelt quasi den Spieltisch der Hauptorgel. Außerdem kann man einen PC mit der Hauptwerk-Sotftware® über die Midi-Schnittstelle anschließen und die Samples der Stadtkirche (oder anderer Instrumente) dann über die Tonanlage der Stadtkirche wiedergeben. So lassen sich die Samples mit dem Originalsound im selben Raum miteinander vergleichen. Die Mobilität des Spieltisches eröffnet viele Möglichkeiten für das Begleiten z.B. des Liturgie-Ensembles, als Solo-Instrument mitten im Orchester wie auch bei Kursen/Fortbildungen oder Orgelführungen.

Manuale C-c''', Pedal C-f'
Der Manualumfang wurde erweitert, um auch Samples anderer Orgeln vollumfänglich spielen zu können.

Truhenorgel Rohlf (IV, 1997)

Das Instrument hat folgende Register:

Gedeckt 8' (Bass / Diskant), Flöte 4', Oktave 2'

Quintade 8' (Diskant)

Orgelpositiv Ott (IV, 1949)

Das Positiv der Fa. Paul Ott, Göttingen, gehörte Wilhelm Ehmann, dem Rektor der Kirchenmusikschule Herford, welcher es für erste historisch orientierte Aufführungen von H. Schütz (mit engmensurierten Blasinstrumenten) sowie als Reiseinstrument des Hochschulchors und der Westfälischen Kantorei verwendete.

Die Register mit geteilten Schleifen sind:

Holzrankett 8'
Holzgedackt 4'
Gemshorn 2'
Quinte 1 1/3' (Diskant)