Was gerade "in der Pipeline" ist

- Jukebox, mit der man eingespielte Werke (z.B. den Choral des Wochenlieds, "was für traurig" oder "einen Bach") anwählen kann, um es sich vorspielen zu lassen, auch wenn gerade kein Organist da ist

- Der L-Line-Spieltisch (mobiler, digitaler Spieltisch) wird gebaut, mit dem man von jedem Platz der Stadtkirche aus man die Orgel spielen kann

- das Pedal erhält Espressivo (Tastenanschlag wird per Hal-Sensoren abgenommen, um beispielsweise anschlagsdynamisch Midi ansteuern zu können)

- mit den EKD-Mitteln wird eine MIDI-Bridge wird entwickelt, dass man einfach und verständlich Musik von Sequenzern und z.B. Notensatzprogrammen auf die Orgel schicken und diese logisch ansteuern kann, ohne tiefgreifend Programmierkenntnisse haben zu müssen. Dies ist auch die Grundlage für weitere Entwicklungen, die auf diese Schnittstelle dann zugreifen können

Was alles schon umgesetzt wurde

Das Projekt ist sehr vielschichtig. Aus den unterschiedlichen Einträgen ist ersichtlich, wieviele inhaltiche Aspekte berücksichtigt werden.

Juni 2020: Ein hochwertiges Exposé wurde erstellt, um bei Sponsoren weitere Mittel zum Entwickeln von KI-gestützer Software einzuwerfen. Der Stand der Entwicklungen des Projekts "Singen - Orgel 4.0" wird im Juni der Digitalisierungskommission der Evang. Landeskirche erneut vorgestellt. Das Schwellerpedal wurde so programmiert, dass man es als Midi-Halte-Pedal einsetzen kann, mit der Walze können nun Klänge des Sound-Expanders ausgewählt werden. Ein Screen auf dem Touch-Display wurde programmiert, mit dem man auswählen kann welcher Midi-Kanal / welcher Klang welchem Manual/Pedal zugeordnet wird. Treffen mit den Software-Entwicklern zum gegenseitigen Kennenlernen und Abstecken der unterschiedlichen Programmier-Bereiche. Installation einer neuen Funkantenne für ein Orgel-WLAN, mit welchem man per iPad die Funktionen der Orgel durch Spiegeln des Touchscreens steuern kann. Projektmittel der EKD werden bewilligt für Programmierung einer MIDI-Bridge.

Mai 2020: Das Sampleset unserer Orgel wurde fertiggestellt und ist nun für Hauptwerk® bei pipeloops.com verfügbar. Dadurch kann man sich den Sound der Nagolder StadtKirchenOrgel hochwertig in die eigenen vier Wände (bzw. Kopfhörer) holen und dabei sogar unterschiedliche Positionen im Kirchenraum einnehmen.

April 2020: Die Kirchengemeinde schafft ein iPad an. Mit diesem kann man nicht nur die Soundanlage der Kirche steuern sondern auch die StadtKirchenOrgel von jedem Punkt der Kirche, den das WLAN erreicht. So konnte ich z.B. im Schiff abhören, welches Register das jeweils nächst-lautere ist und so erstmals die Crescendo-Walze neu programmieren. Von der Position am Spieltisch waren der Höreindruck (vor allem von Chororgel und Rückpositiv ein völlig anderer)

Januar 2020: Kontaktaufnahme zum Fundraiser der Evang. Landeskirche in Württemberg, Hr. Liebs, wegen  Sponsorings für weitere Maßnahmen.

November 2019: In der Stadtkirche wird WLAN installiert und ist frei verfügbar. Einrichtung der technischen Voraussetzungen, dass die Orgel eine selbständige LAN-Verbindung hat und das Fernwartungsmodul einsetzbar ist, das es dem Orgelbauer erlaubt Programmierungen und Aktualisierungen vornehmen zu können.

Oktober 2019: Vorstellung des Projekts beim Evangelischen Pressedienst Deutschlands (EPD), was zu viel Resonanz des Projekts führte

Oktober 2019: Espressivo (Magnetisches Abtastsystem der Tastenanschläge) wird unter die Klaviaturen eingebaut. Damit kann man nun z.B. über Midi-out mit einen Sound-Expander Klänge (z.B. Klavier) spielen über die Sound-Anlage der Kirche – alleine oder gemischt mit Orgelklängen

Mai 2019: Vorstellung des Projekts bei den Präsides (Vorsitzende der Synoden der Landeskirchen in der EKD).

Mai 2019: Einbau einer neuen Walzensteuerung

April 2019: Vorstellung des Projekts beim Leiter der Stabsstelle Digitalisierung in der EKD, Christian Sterzik; Antragstellung für die Entwicklung KI-gestützer Software. Der Antrag paßt vom Volumen allerdings so nicht in deren Programm (das erst kurz darauf überhaupt erst aufgelegt wurde), so dass ein neuer Antrag zur Schnittstellenprogrammierung gestellt wurde

April 2019: Aktualisierung der kompletten Steuertechnik auf die aktuellste Variante, um neue Entwicklungen auf aktuelle Technik aufsetzen zu können und nicht durch "Neuen Wein in alte Schläuche"-Effekt limitiert zu sein. Dabei auch Einbau eines stärkeren Schwellermotors nebst eines besseren Schwellersteuerungsmoduls

Februar 2019: Die Elektroinstallationen in der Stadtkirche werden für die Erfordernisse der Maßnahmen eingebaut

Februar 2019: Vorstellung des Projekts beim 3. Digitalisierungsforum der Landeskirche