17.07.09

Segensgruß beim Landesgartenschau-Vorauftakt

Dekan Ralf Albrecht sprach bei der Auftaktveranstaltung für die Landesgartenschau in Nagold 2012 ein Grußwort der Kirche - hier im Wortlaut ...

Spatenstich Landesgartenschau – 17.7.2009 –

 

Segensgruß Dekan Albrecht

 

 

Ich freue mich auf die Landesgartenschau.

 

Wir als Kirchenfreuen uns auf die Landesgartenschau. Denn solch eine Gartenschau ist ja viel mehr als der Blick auf einen Garten. Sie ist eine Lebensschau.

 

Vom Garten zur Stadt – und von der Stadt zum Garten spielt sich unser ganzes Leben ab.

 

Und mein Buch, unser Buch, das Buch der Bücher ist voll davon – vom Garten Eden z.B. im 1. Mosebuch bis zum neuen Jerusalem im letzten Buch der Bibel, Offenbarung 21.

 

Im Garten hat alles begonnen, in der Stadt wird es enden.

 

Mit der grünen Urbanität, mit dem Ineinander von Stadt und Garten, Garten und Stadt, hat die Stadt Nagold für 2012 ein besonderes Thema gewählt! Ein Lebensthema. Unsere Stadt – ein Garten. Der Garten – er durchzieht unsere Stadt. Gartenstadt – Stadtgarten.

 

Ich bin zutiefst überzeugt: eine solche Lebenschau, ein solcher Stadtgarten, eine solche Gartenstadt, wird nur im tiefsten Sinn zu sehen, zu schauen, zu verwirklichen sein unter Gottes Segen.

 

Denn durch Gottes Segen bewahren wir die Balance zwischen verschiedenen Dingen, die unbedingt beide zusammengehören und im ständigen Widerstreit stehen. Wir brauchen jeweils beides, miteinander vermittelt. Und das kann Gottes Segen tun.

 

Gottes Segen im Bauen und Bewahren. Gestalten und Erhalten. Natur und Kultur. In der Balance zwischen beidem.

 

Gottes Segen im Planen und mit-hinein-Nehmen. Menschen unserer Stadt und des Landkreises und der Region und des ganzen Ländles mit hinein nehmen. Mit ihnen planen, und für sie planen und sie begeistern – in der Balance zwischen beidem.

 

Sicher werden wir noch oft diskutieren, über Treppen und über Bäume. Aber lassen Sie uns das als Gemeinwesen tun. Nicht als Wesen, deren gemeine Wesenseigenschaften zu Tage treten. Sondern als Gemeinschaftswesen. Dass dies so wird: dazu brauchen wir Gottes Segen.

 

Und Gottes Segen bei der Äußerlichkeiten: beim Bewahren vor Unfall, beim Glück für das ganze Projekt in seiner wirtschaftlichen, schöpferischen, kulturellen, touristischen, religiösen Dimension.

 

Diesen Segen erbitten wir für den Stadtgarten, für die Gartenstadt – für Nagolds Landesgartenschau 2012 jetzt:

 

 

Gott, der Allmächtige und Barmherzige, segne unseren Anfang, ER segne Stadt und Garten:

 

-Wie der Regen, der den Garten tränkt,

 

-Wie das Wasser, das Land fruchtbar macht,

 

-Wie die Sonne, die Leben schenkt für Menschen, Tiere, Pflanzen.

 

ER bewahre unsere Wege hin zur Landesgartenschau

 

-im Bauen und Bewahren

 

-im Planen und mit-Hinein-Nehmen der Menschen

 

-im Behütet Werden und Gelingen

 

 

So segne uns Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.